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RACE-NEWS
30. August 2016
Knappenman XL - Platz 2

Das wärmste Wochenende des Jahres hatte ich mir ausgesucht, um beim Knappenman die zweite Mitteldistanz dieses Jahr in Angriff zu nehmen.
Nach den guten Ergebnissen der letzten Wochen war ich positiv gestimmt, dass es dieses Mal deutlich besser laufen würde als noch in Dänemark im Juni.
Die Anreise Freitag verlief etwas beschwerlich und wir brauchten 8 Stunden bis wir endlich am Dreiweiberner See in Lohsa angekommen waren. Nach einer kurzen Nacht wurde es früh morgens zum Start der Langdistanzler laut. Als ich den Sprecher und die Musik hörte, wurde ich gleich etwas aufgeregt. Es war aber noch lange bis zum Start der Mitteldistanz. Nach Startunterlagenausgabe, Anschauen der schönen Location und Frühstück, ging es dann zum Einchecken. Im Gegensatz zu den Langdistanzlern war für unseren Start um 11 Uhr Neoprenverbot vorgesehen. Sinnvoll bei den Außentemperaturen.
Gestartet wurde von Land aus, mit einigen Laufmetern bis zum Wasser. Vor dem Start war ich nervös, weil ich wusste, dass mir dieses Startformat weniger liegt und ich meist den Anschluss an die passende Schwimmgruppe verliere. So war es auch diesmal. Als ich zu schwimmen anfing, waren jede Menge Athleten vor mir und ich musste mich erstmal durch das Gewühl kämpfen. Die, mit denen ich hätte mitschwimmen müssen, waren weg. Nun wollte ich den Schaden begrenzen und suchte mir die schnellsten Füße, die noch erreichbar waren. Leider nicht das optimale Tempo, aber besser als alleine zu schwimmen. Ich zählte vier Schwimmer vor uns, einer bereits weit enteilt und 3 nicht viel weiter vorne.
Als ich dann nach etwas über 30min aus dem schönen, kühlenden See stieg, lag ich auf Rang zwei der Frauen. Nach 8 min auf dem Rad holte ich die Führende ein. Ansonsten passierte auf der ersten Radrunde wenig. Es war eine wirklich abwechslungsreiche, landschaftlich reizvolle Streckenführung um den Scheibesee mit einigen kleinen, kurzen Wellen; das Radfahren fühlte sich gut an. Wenige Athleten fuhren - mit deutlich höherem Tempo - an mir vorbei, ansonsten sah ich bis zum Wendepunkt nach der ersten von drei Radrunden wenige Athleten. Am Wendepunkt verging mir allerdings die Lust als ich sah, was sich für Gruppen hinter mir gebildet hatten. Eine schnelle, flache Strecke hatte das im Vorfeld zwar vermuten lassen, aber Kampfrichter auf der Strecke sollten das verhindern können. Diese blieben bei den Gruppen aber wohl untätig, zumindest zeigte sich mir jede Runde ein ähnliches Bild. Schade, dass solch schöne Wettkämpfe immer wieder unter so unfairem, unsportlichem Verhalten einiger Athleten leiden.
Als erste Frau wechselte ich in die Laufschuhe, merkte aber gleich, dass aufgrund des doch etwas härteren Radfahrens (ich wollte unbedingt vor der Gruppe die Wechselzone erreichen) und der Hitze der Lauf wohl zur Qual werden würde. Ich fand nie wirklich in den Rhythmus und hatte mehr mit Rücken und Bauch als der Anstrengung vom Laufen zu kämpfen. Obwohl das Lauftempo gemütlich war, ging einfach kein schnelleres Tempo, ohne dass Bauch oder Rücken mir gleich wieder deutlich sagten, dass das so nicht geht.

Nach der ersten von zwei Laufrunden wurde ich eingeholt und überholt. Ich versuchte, das Tempo der nun Führenden mitzulaufen, allerdings wollte das mein Magen wieder nicht. So ließ ich sie ziehen und achtete nur darauf, an jeder Verpflegungsstelle ordentlich Wasser über den Kopf zu bekommen und den Körper bestmöglich runter zu kühlen. So war ich dann auch ziemlich froh, als endlich das Ziel in Sichtweite kam und ich die Ziellinie nach 4:39 Stunden als zweite Frau überqueren konnte.

Insgesamt ein schönes Event in einer sehr hübschen Gegend, das fast uneingeschränkt zu empfehlen ist. Allerdings entpuppt sich das Windschattenfahren leider nicht nur hier immer wieder zu einem Problem, wenn die Radstrecke nicht gerade 2.000 Höhenmeter aufweist.




Fotos: Michael Rademacher
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