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RACE-NEWS
15. Juni 2016
Challenge Billund-Herning (Half)
Nach drei Jahren Pause hatte ich mir die Challenge Billund-Herning als Comeback-Wettkampf über die Mitteldistanz ausgesucht. Mit etwas Abstand zum Event muss ich sagen, die Entscheidung, dort starten zu wollen, war absolut gut. Ein fantastisch organisiertes Event in einer perfekten Location. Angefangen mit einer der besten Nudelparties meines Triathlonlebens in beeindruckender Atmosphäre von Lalandia bis hin zu einem sehr lautstarken Feuerwerk beim Zielschluss der Langdistanz - es war ein ganz besonderes Erlebnis. Auch die logistische Herausforderung mit den beiden 62 km entfernt liegenden Wechselzonen, das Bangen darum, ob die Wassertemperatur noch unter 20 Grad fallen würde, damit ich ohne Neo bei morgendlichen Lufttemperaturen um 10 Grad nicht beim Schwimmen erfriere und die knapp 94 km lange Radstrecke mit ausschließlich Gegenwind (sehr hart, wenn die Kraftausdauer noch nicht wieder da ist, wo sie sein sollte!), taten dem tollen Erlebnis keinen Abbruch.

Trotz des schönen Events betrachte ich das Wochenende mit gemischten Gefühlen. Zumindest sportlich.
Schwimmen war super, ich konnte mit der späteren Siegerin und einer weiteren Athletin nach 26:12 min aus dem schönen Fuglsang See steigen. Nach einigen Schwierigkeiten, den nassen und glitschigen Neoprenanzug in der Tüte zu verstauen und einem weiteren Stopp durch einen Referee, da ich schon mit geschlossenem Helm aus dem Wechselzelt rennen musste, anstatt ihn erst am Rad geschlossen haben zu müssen, ging es auf die windige Radstrecke. Die ersten 10km rollten erstaunlich gut und ich hatte einen Funken Hoffnung, zu alter Radform zurück zu finden. Allerdings wurde es dann immer windiger und die Einsamkeit auf dänischen Straßen (nachdem mich vier langsamer geschwommene Profimänner auf den ersten Rad-km überholt hatten, sah ich bis km 40 als der erste Age Grouper vorbeikam, niemanden. Und der nächste Age Grouper ließ weitere 10km auf sich warten.) ließ mich das angeschlagene Tempo nicht halten. Bis km 40 ging es dennoch erstaunlich gut, selbst bis km 60 hatte ich noch ordentliche Beine. Doch dann kam der Wind direkt von vorne und meine Beine wurden schwer. Bei km 80 wurde es dann auch mental hart, als eine Altersklassen-Athletin an mir vorbeifuhr. Ich erreichte nach endlos langen 94km die Wechselzone und freute mich, endlich vom Rad herunter zu kommen. Allerdings merkte ich bereits bei den ersten Schritten, dass der folgende Lauf hart werden würde. Trotzdem kam die ersten 9 km noch ein etwa 4:30er Schnitt heraus und ich hatte die Altersklassen-Athletin nach der ersten von 3 Laufrunden auch wieder ein- und überholt. Allerdings bekam ich dann plötzlich Beschwerden beim Atmen und Stiche im Brustkorb. Ohne immer wieder anzuhalten, um zu dehnen und lockern, war einfach kein Weiterkommen möglich (gestern hat meine Physiotherapeutin etliche Wirbel wieder dahin geschoben, wo sie hingehören). Die zweite Hälfte galt es einfach nur noch irgendwie ins Ziel zu kommen, das ich nach 5:09 Stunden auf Gesamtplatz 8 (und vierte der vier finishenden Pro-Frauen) erreichte.

Dieser Wettkampf war hoffentlich wieder ein Schritt voran, auch wenn es auf den ersten Blick sicher nicht danach aussieht. Aber nach so langer Wettkampfabstinenz braucht mein Körper scheinbar noch, um sich wieder an die Belastungen zu gewöhnen.
Nun bin ich gespannt, ob ich bis Sonntag wieder gut regeneriert bin und in Zell an der Mosel in der Regionalliga die Form wieder passt.


 
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