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RACE-NEWS
3. April 2013
Race Report Ironman Melbourne
Hier kommt nun mein längst überfälliger Rennbericht des Ironman Melbourne:

Es war Sturm am Rennmorgen! Schlimmer als vorhergesagt. Erst sollte nur eine Runde statt zwei geschwommen werden, dann wurden die Strömung und die Wellen durch den Wind zu stark, sodass die Bojen noch mal umgesetzt werden und die Strecke weiter verkürzt werden musste. Der Start wurde immer wieder verschoben.

Mit knapp einer Stunde Verspätung ging es dann los und ich dachte, ich komme nicht mal über die ersten 3 großen Wellen hinweg. Ich wurde immer wieder zurückgespült, anstatt vorwärts zu kommen. Während des Schwimmens trank ich viel (zu viel) Salzwasser und wurde endlich nach fast einer halben Stunde wieder an den Strand gespült.

Das Radfahren war zunächst ein Witz. Es kamen zu viele Athleten gleichzeitig aus dem Wasser (aufgrund der nur 5min später gestarteten Agegrouper, von denen noch etliche die Schwimmstrecke abgekürzt und bereits an der ersten Boje gewendet hatten) und dann war auf dem ersten 45km-Abschnitt ein starker Gegen-Seitenwind. Dadurch bildeten sich große Gruppen. Jedes Mal, wenn ich überholt wurde, versuchte ich die 12m Mindestabstand wieder herzustellen, nur, um vom nächsten Athleten überholt zu werden, der sich wieder in die Lücke setzte. Ich war mehr mit dem mich Zurückfallenlassen beschäftigt als mit irgend etwas anderem. Als mich eine mindestens 100 Athleten große Gruppe, in der auch 5 andere Pro-Frauen saßen, überholte, wurde es mir zu blöd und ich fuhr mit der Grupe mit. Nicht mal die Kampfrichter konnten gegen die Gruppe etwas unternehmen, versuchten zwar, die Athleten dazu zu bewegen, sich zu entzerren, aber es war auf der Straße schlichtweg kein Platz, und das gaben die Kampfrichter auch zu, dass es eigentlich keine Möglichkeit gab und aufgrund dessen wurden viel zu wenig Strafen verteilt. Auch hätten sie gleich 100 auf einmal geben müssen. Als dann 2 Athleten in der Gruppe stürzten und ich drei gefährliche Aktionen gesehen hatte, ließ ich mich doch wieder zurückfallen (und mit mir die beiden anderen deutschen Pro-Damen, die restlichen, mittlerweile 5 weiteren Pro-Frauen fuhren fleißig weiter in der Gruppe mit). Bis zum Wendepunkt verlor ich dann noch eine Minute auf die große Gruppe und ich fragte mich, ob es zu dem Profisport scheinbar dazu gehört, abgebrüht genug zu sein und jeden Vorteil zu nutzen. Nach dem Tunnel wurde jedoch die große Gruppe etwas zerstreut und am Wendepunkt sah ich, dass sich nach 45km sich das Feld langsam auseinander zu ziehen begann.

Auf der 2. Runde überholte ich nun viele einzeln fahrende vormalige Gruppenfahrer wieder und begann, mich von Position zu Position zu verbessern. Es machte endlich richtig Spaß auf meinem Rad und ich fühlte mich gut. Einige seitliche Windböen mit über 60km/h erwischten mich zwar heftig (beim Trinken) und zweimal dachte ich, ich werde vom Rad geweht. Insgesamt fahre ich aber gerne bei solchen Bedingungen, da ich damit deutlich besser zurecht komme, als viele andere und meine Laufradwahl mit meinen 50mm vorne und 100mm Debello Laufräder hinten war in meinen Augen eine gute Wahl. Und so sammelte ich auch einige Pro-Frauen wieder ein. Ab km 140 kam dann aber der Rückschlag.
Wahrscheinlich eine Kombi aus Salzwasser, Energiegels und harten Bedingungen begann ich mich zu übergeben. Nach kurzer Zeit fühlte ich mich so schlapp, dass ich nicht wusste, wie ich es zur Wechselzone zurück schaffen sollte. Dies gelang mir zwar, aber auf dem letzten
Streckenabschnitt hatte ich dann noch etliche Minuten verloren.

In der Wechselzone angekommen fühlte ich mich nicht wirklich so, als könne ich einen Marathon laufen. Ich versuchte, langsam anzufangen, doch nach den ersten Metern merkte ich bereits, dass ich dringend eine Toilette benötigte. Mein Magen rebellierte komplett und somit
begann das Hangeln von Dixi zu Dixi. Ich verbrachte mehr Zeit mit Stopps als mit Laufen. An der Verpflegungsstelle meines Vereins bei km 26 wollte ich dann aufgeben und jemanden bitten, mich zum Ziel nach St. Kilda mitzunehmen.
Allerdings kam eine Minute nach mir Anthony, mein Homestay, an, der ebenfalls einen schlechten Tag erwischt hatte. Und so walkten-joggten wir die letzten, nicht enden wollenden 16km zusammen. Knapp 5 Stunden für den Marathon war dann 1:40 Stunden länger als
ich mir erhofft hatte und eine ziemliche Enttäuschung.

Nach ein paar Tagen im Motivationstief hab ich das Rennen nun aber abgehakt und freue mich auf zukünftige Rennen, bei denen dann das Glück auch endlich mal wieder auf meiner Seite sein sollte. Die Regeneration verlief auch dank Xendurance und meiner SLS3 Compression Gear gut und meine Grundlage nach dem Winter (bzw. Sommer) in Australien ist gut und der europäische Sommer hält einige schöne Rennen parat, sodass ich mich die nächsten Tage mal an die Planung meiner weiteren Saison begeben werde.

Vielen Dank an meine Sponsoren, die es mir ermöglichen, den Profisport zu betreiben!
Debello http://www.debello.at
SLS3 http://www.slstri.com
Xendurance http://xendurance.com http://xendurance.eu
Scrane http://www.scrane.de
Sponser Sports Nutrition http://www.sponser.de
CHIAMIND Performance http://www.chiamind.de
Ironmate Mark Kleanthous http://www.ironmate.co.uk
Fahrrad Hahne http://www.fahrrad-hahne.de
Rudy Project http://www.rudy-project.de
Webforum.DE Deutschland GmbH http://www.webforum.de
team.ggu-software.com http://team.ggu-software.com
DERPART Reisebüro in Braunschweig http://www.derpart24.de/braunschweig
Krankengymnastik und Ergotherapie-Praxis Rohland
http://www.physiotherapie-rohland.de

B&W International http://www.b-w-international.com
Petzl http://www.petzl.de
Gamerdress.de http://www.gamerdress.de
WSV 1921 Wolfenbüttel http://www.wsv21.de


Swim-Exit


Bike Turn Around


Run, approximately at the 36k mark


At the finish line with Anthony, relieved that it's over!
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